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Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Kinotonstandard zu einem den Zuschauer einhüllenden Klangerlebnis mit vielen Tonspuren, wodurch beispielsweise auch von hinten nach vorne wandernde Klangeffekte oder realistischere Umgebungsgeräusche möglich sind. Im Heimkino ging die Entwicklung von Mono (ein Tonkanal) und Stereo (allgemein "räumlich", im Heimbereich meist 2 Kanäle) zu Dolby Surround bzw. Dolby Surround ProLogic. Dies ist ein 4-Kanal-Remix aus einem Stereosignal, in welches ein ohne Decoder unhörbarer hinterer Effektkanal eingemischt wurde, auch kann aus den beiden vorderen Kanälen ein zwischen diesen liegender Center-Kanal (Mittensignal) generiert werden.

Anfangs boten vorwiegend HiFi-Stereo-Videorekorder und die weniger verbreitete Laserdisc die Möglichkeit eines verbesserten Tons. Mit der Einführung der DVD 1997 mit Dolby Digital sowie DTS mit erstmals maximal sechs diskreten (unabhängig voneinander übertragen) Kanälen plus einem Subwooferkanal (LFE) für die Basseffekte ergab sich noch einmal eine Verbesserung der technischen Möglichkeiten. Dolby Digital wurde ab 1992 zunächst im Kino und auch auf Laserdiscs verwendet, bis es mit der DVD-Video große Verbreitung fand. Es kann nur über digitale Signalwege übertragen werden. Eine analoge Variante davon sind die Systeme Dolby Pro Logic II und Dolby Pro Logic IIx, welche bei zwei analogen Tonkanälen als Übertragungsweg eine ähnlich gute Qualität liefern können. Eine Weiterentwicklung von Dolby Digital ist Dolby Digital Plus.

Dies bedeutet im Heimkino die Anschaffung eines speziellen Heimkinoreceivers (AV-Receiver), der die digitalen mehrkanaligen Signale getrennt an die verschiedenen Lautsprecher weiterleitet. Übliche Systeme bestehen aus drei Lautsprecherboxen vorne ("Front"; links, Center, rechts) und zwei hinten an den Seiten (Surround links und rechts), welche oftmals etwas höher (nach THX Norm etwa 60-100 cm über Ohrhöhe) und nach innen gedreht aufgestellt sind (bei Filmen empfielt es sich, die Boxen diffus abstrahlen zu lassen dh. nicht direkt auf den Zuschauer); sowie dem Subwoofer. Gibt es keinen Subwoofer, so ist eine Umlenkung des LFE-Kanals auf die Front-Lautsprecher möglich, auch der Center-Kanal kann auf diese verteilt werden. In einigen Systemen (6.1) gibt es auch einen rückwärtigen Center-Lautsprecher (Surround Back), bei 7.1-Systemen sogar zwei.

Surround-Simulationssysteme wie Virtual Dolby Surround, die auch mit zwei Lautsprechern Surround-Klang ermöglichen sollen, erreichen oft nicht die Qualität bzw. Klangfülle echter Surround-Systeme. Relativ gute Systeme sind hier Dolby Virtual Speaker und Dolby Headphone.

Mehrkanal-Tonsysteme sind mittels eines Downmix auch zu 2-Kanal-Stereo kompatibel. Umgekehrt wird bei einigen älteren Filmen auch ein Upmix auf Dolby Digital 5.1 oder andere Systeme durchgeführt.

Projektoren

Für ein wirklich großes Bild ist ein Projektor, im Heimkino fast immer digital, im großen Kinosaal meist noch analog, erste Voraussetzung. In den ersten Zeiten der Laserdisk Anfang der 80er Jahre konnte sich nur eine sehr kleine Zahl von Filmenthusiasten die damals verfügbaren sehr teuren Röhrenprojektoren leisten. Mit dem Beginn der digitalen Projektion in den 90er Jahren setzte ein Prozess des Preisverfalls ein, der auch heute noch anhält. So gibt es heute (Stand Juni 2006) bereits ab etwa 1500 € HDTV-Projektoren die mit entsprechendem Quellmaterial die Bildqualität vieler großer Kinosäle in den Schatten stellt. Die meisten Heimkinoprojektoren verwenden Lampen von 130 bis 180 Watt Leistung. Hiermit sind (je nach persönlichem Geschmack) Bildbreiten von 200 bis 300 cm möglich. In der "High-End"-Klasse gibt es aber auch deutlich stärkere Projektoren bis 700 Watt Lichtleistung, um somit Bildbreiten auch jenseits von 400 cm zu realisieren.

Die lichtstärksten Digitalprojektoren schließlich werden schon in kommerziellen Kinosälen eingesetzt bei Lampenleistungen bis 2 x 2000 Watt was Bildbreiten bis 20 Meter ermöglicht.

Projektionsflächen

Obwohl der Begriff "Leinwand" nach wie vor üblich ist, werden statt Stoffen wie Leinen heute häufig Materialien wie Kunststoffe oder Glasfasern dafür verwendet. Sowohl Roll-Leinwände (zum Teil mit Motor) als auch fest montierte Leinwände sind üblich, wobei erstere zur Bildung von Wellen neigen können, dafür aber typischerweise einen besseren WAF aufweisen. Meist ist reines Weiß üblich, manche sind der Ansicht, dass ein heller Grauton die besten Ergebnisse liefert. Ein typisches Merkmal einer Leinwand ist auch der Gain-Faktor, der die Helligkeit in Abhängigkeit vom Blickwinkel beschreibt. Ein zu hoher, bzw. ein ungeeignetes Material, kann auch zur Bildung eines Hot Spots führen, also einem zu hellen Bildbereich, der den Bildeindruck stört.

Typische Bildbreiten im Heimkino-Bereich liegen in einem Bereich um die zwei Meter, meist deutlich über einem, jedoch üblicherweise unter drei, da sich durch die Leistung der Projektoren eine Grenze ergibt. Als Format ist meist 16:9 üblich, welches zum Teil mit verschiebbaren schwarzen Maskierungen auch für andere Bildformate verwendet wird.

Neben fertig zu kaufenden Leinwänden sind auch Selbstbau-Lösungen sehr verbreitet, die zum Teil recht kreativ ausfallen und eine genaue Anpassung an die persönlichen Umstände und Vorlieben ermöglichen. Gängige Komponenten sind etwa Kunststoff-Folien, die zusammen mit lichtundurchlässigem schwarzen Stoff als Untergrund auf einen Rahmen aufgespannt werden. Andere Lösungen basieren etwa auf Span- oder MDF-Platten mit Dispersionsfarbe, Kunststoffbeschichtung oder aufgespannten Folien. Allgemein üblich ist eine schwarze Umrandung von einigen Zentimetern Breite, die den Kontrast verbessern soll.

Die in der Praxis störendsten Artefakte ergeben sich bei Leinwänden durch Verschmutzung von Teilen der Projektionsfläche. Ganz leichte Wellenbildung fällt hingegen meist deutlich weniger auf. Auch der Preis einer Leinwand ist weit weniger wichtig solange diese keine Verschmutzungen aufweist, ein halbwegs vernünftiger Gainfaktor gewählt wurde und sich (bei Roll-Leinwänden) die Wellenbildung in Grenzen hält. Die günstigsten Leinwände sind einfarbige Zimmerwände, evtl. noch geglättet und mit spezieller Farbe gestrichen stehen sie den Rahmenleinwänden nicht nach. Generell sollte die Oberfläche eher matt und weniger glänzend sein, da sich sonst Hot Spots bilden können.

source : http://de.wikipedia.org/wiki/Heimkino


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